Stiftung Warentest

Adresse und Anschrift

Stiftung Warentest

Lützowplatz 11-13
10785 Berlin

Telefon: 030 / 263 10
Fax: 030 / 263 127 27


Daten & Fakten

Schon im Jahr 1962 gab Bundeskanzler Konrad Adenauer bekannt, dass die Bundesregierung die Absicht habe, ein neutrales Warentestinstitut zu erschaffen. Dies aber war erst nach jahrelanger Vorbereitung im Bundeswirtschaftsministerium möglich.

Am 02.Dezember 1964 stimmte das Parlament dem Antrag des Wirtschaftsausschusses zu und die Stiftung Warentest wurde mit Sitz in Berlin gegründet. Bereits am 04. Dezember gab es die erste Satzung von Bundeswirtschaftsminister Kurt Schmücker. Somit war die Bundesrepublik Deutschland Stifter und auch Satzungsgeber der Stiftung Warentest.

Ende März 1966 erschien die erste Ausgabe der Zeitschrift „DER test“. Die erste Druckauflage bestand aus 210.000 Exemplaren. Davon wurde 100.600 verkauft. Getestet wurden in der Ausgabe erstmals Nähmaschinen und Handrührer.

Heute hat die Zeitschrift „test“ eine monatliche Auflage von etwa 509.000 Exemplaren. Außerdem ist auch die Internetpräsenz sehr stark angestiegen. Bis Ende 2009 gab es 4.915 Warentests, die von der Stiftung Warentest durchgeführt wurden. Insgesamt 84.750 Produkte wurden dabei überprüft. Vorstandsvorsitzender ist bereits seit 1995 Dr. Werner Brinkmann. Die Stiftung Warentest ist die wohl die traditionsreichste Prüfagentur in Deutschland. Ihre Gründung als Verbraucherschutzorganisation erfolgte 1964 durch die Bundesregierung.

Heute besteht die Stiftung Warentest aus drei Säulen: den Printausgaben „Test“ und „Finanztest“ sowie der Online-Plattform test.de, wo sämtliche Tests (ab dem Jahr 2000) gegen Bezahlung abrufbar sind. Im Jahr 2008 hat die Stiftung Warentest über 6300 Einzeltests durchgeführt, davon rund 1500 Dienstleistungstests. Die durchschnittliche verkaufte Auflage von „Test“ betrug im Jahre 2008 539.000 Exemplare im Monat. Damit ist das Magazin mit Abstand das auflagenstärkste Medium dieser Art in Deutschland.

Die Finanzierung der Stiftung

Die Stiftung ist kein privat wirtschaftendes Unternehmen. Der Stiftungsrat untersteht der Aufsicht des Berliner Senats. Es werden keine Einnahmen aus Werbung generiert. Hauptsächlich mit dem Verkauf der Magazine und zu einem erheblichen Teil auch der Tests über die Internetseite verdient die Stiftung Warentest Geld. Dazu kommen weitere Publikationen und Bücher sowie Mittel des Bundes.

Durch die Unabhängigkeit von Werbeeinnahmen bleibt auch die Kritik an der Stiftung Warentest meist ungehört, zumal die Stiftung eine hohe öffentliche Reputation genießt. Außerdem pflegt die Testredaktion, ihre Testmethoden öffentlich zugänglich und damit transparent zu machen.

Testmethoden Stiftung Warentest

Unabhängigkeit ist das selbst erklärte oberste Gebot der Stiftung Warentest. Daher werden die Tests nicht von Stiftungsmitarbeitern selbst durchgeführt, sondern an ebenfalls unabhängige Prüfinstitute (weltweit) weitergegeben. Dennoch übt Stiftung Warentest großen Einfluss auf den Testverlauf aus. Zunächst entscheidet ein Gremium, was getestet wird. Dann werden die Prüfkriterien festgelegt, an die sich die externen Prüfinstitute zu halten haben. Diese liefern dann die „Rohdaten“ der Testergebnisse. Die Stiftung Warentest übernimmt abschließend die Interpretation und Auswertung sowie die redaktionelle Aufbereitung der Testergebnisse.

Da der Gesundheitsmarkt in den vergangenen Jahren starken Veränderungen unterworfen war, gab es auch zum Thema Krankenversicherung und Krankenkassen Dienstleistungstests durch Finanztest. Der aktuellste Test von 21 gesetzlichen Krankenkassen wurde in der September-Ausgabe 2010 von der Zeitschrift Finanztest veröffentlicht.

Darin wurden die Kassen hinsichtlich Beratung, Service und Internetangebot getestet. Auch die telefonische Erreichbarkeit und die Anzahl der Geschäftsstellen flossen in das Testergebnis ein. Lediglich zwei der getesteten Krankenkassen bekamen durch die Tester das Qualitätsurteil "gut".

In ihrer Juni-Ausgabe 2010 hat die Zeitschrift Finanztest die Leistungen und Zusatzbeiträge von 104 Krankenkassen unter die Lupe genommen. Fazit ist, dass ein Zusatzbeitrag nicht immer einen Wechsel zwingend notwendig macht. Trotz höherer Kosten kann es lohnen bei einer Krankenkasse mit Zusatzbeitrag zu bleiben. Allerdings sind teure Kassen nicht unbedingt besser, so die Tester.